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Die Horrorwohnung in Kleve.
Die wohl schlimmsten Zustände durch Unterlassung haben wir in Kleve, in einer verlassenen Wohnung in der Nähe des Friedhofes angetroffen.
Ein Bediensteter der Stadt Kleve, der für die städtischen Wohnungen zuständig ist, bat um die Bergung einer Katze in einer verlassenen Wohnung. Unser Mitarbeiter des Tierrettungsnotdienstes begab sich zu dem Mehrfamilienhaus. Dort erwarteten ihn bereits zwei Amtsveterinäre in Schutzkleidung. Das verhieß nichts Gutes.
Die zu übernehmende Katze saß auf der Fensterbank und harrte wohl der Dinge, die da kommen würden.
Bereits beim Eintritt in der Erdgeschosswohnung kam beißender Gestank von Kot und Urin entgegen. Man musste den Atem anhalten. Was dann kam, war der reinste Horror. Überall bereits skelettierte Katzenkadaver, zum Teil nur noch die Knochengerüste mit etwas Fell. Die Wohnung war zudem völlig mit Kot und Katzenurin verdreckt. In allen Räumen wurden Katzenleichen angetroffen.
Hier haben sich unvorstellbare Katzendramen abgespielt. Mangels Futter und Wasser sind nach und nach bis auf eine Katze alle verhungert und verdurstet. Es ist davon auszugehen, dass sich überlebende Katzen durch Kannibalismus zunächst am Leben hielten, jedoch ihr Leben lassen mussten, weil sie kein Trinkwasser zur Verfügung hatten.
Die einzige überlebende Katze, es ist eine Dreifarben-Glückskatze, der wir den Namen „Destiny“ (Schicksal) gaben, hat sich bei unserem Eintreffen in dem Unrat versteckt. Trotz intensiver Suche konnte sie nicht ausgemacht werden. Daraufhin haben wir eine Katzenfalle aufgestellt. Am Abend war sie dann darin gelaufen, denn das leckere Futter und Trinkwasser war zu verlockend.
Im Tierheim wurde sie in eine Quarantänebox untergebracht und wird nun für die Vermittlung vorbereitet. Wir hoffen, dass das völlig abgemagerte Tier es schaffen wird.
Hier die erschütternden Fotos
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